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Das Helmholtz-Zentrum München hat in einer Langzeitstudie herausgefunden, dass das Allergierisiko bei Kindern reduziert wird, wenn diese mit einem Hund aufwachsen. In der Studie wurden über 10 Jahre 9.000 Kinder untersucht und deren Eltern befragt. Dabei stellte sich heraus, dass die Kinder, die mit einem Hund zusammen leben weniger häufig an Allergien erkrankten, als deren Altersgenossen ohne Hund. Bedeutsam ist dabei, dass es nicht ausreiche, gelegentlichen Kontakt mit Hunden zu haben. Erst durch den intensiven Umgang mit dem Tier würde das Allergierisiko minimiert. Warum sich dieser Effekt einstellt, ist eine der Fragen, mit denen sich das Forscherteam um Joachim Heinrich in Zukunft beschäftigen wird. Heinrich vermutet, dass zahlreiche Faktoren eine Rolle spielen könnten. Zum Beispiel ein hundefreundliches Wohnumfeld, das Spielen mit dem Tier im Freien oder gar noch unbekannte Keime. Bisher wurden Endotoxine (Gifte gramnegativer Bakterien) für die Minimierung des Allergierisikos vermutet. Diese Annahme ist nun widerlegt. Um jedoch eindeutige Empfehlungen auszusprechen, so Heinrich, sei es noch zu früh. In diesem Zusammenhang ist eine Studie des Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin (BIPS) interessant. Besteht eine familiäre Vorbelastung, so steige das Erkrankungsrisiko der Kinder bei Hundehaltung um 40%. Dieses gelte nicht nur für Allergien, sondern auch für Neurodermitis und Asthma, so Hermann Pohlabeln vom BIPS. Originalstudie Helmholtz-Zentrums München Chen, C.M., Morgenstern, V., Bischof, W., Herbarth, O., Borte, M., Behrendt, H., Krämer, U., von Berg, A., Bauer, C.P., Koletzko, S., Wichmann, H.E., Heinrich, J., the LISA Study Group and the GINI Study Group: Dog Ownership and Contact during Childhood and Later Allergy Development. ERJ, Stand 3/2008: Online first erschienen Publikation Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin Pohlabeln, Hermann; Jacobs, Sylvia; Böhmann, Hans (2007). Exposure to Pets and the Risk of Allergic Symptoms During the First 2 Years of Life. Journal of investigational allergology & clinical immunology, 17 (5):302 - 308 Interessante Links Helmholtz-Zentrum München Bremer Instituts für Präventionsforschung und Sozialmedizin |